Bau Primarschule Bäch (Protokoll-Auszüge)
Schulhäuser in früheren Zeiten
Bilder aus Vortrag Karl Menti zu den Schulhäusern, in welche die Bächer früher zur Schule gingen
Hier fügen wir ein Dokument an, welches Karl Menti-Marty selig im Jahre 2017 benutzte, um aufzuzeigen, wo die Bächerinnen und Bächer vor Ende der 50-er Jahre zur Schule gingen. Die Häuser sind in der zeitlichen Reihenfolge gezeigt, in der sie als Schulhäuser für die Bächer Kinder zur Verfügung standen in der Zeit um die Jahrhundertwende von 1900 bis in die 1950-er Jahre.
=> Ehemalige "Bächer" Schulhäuser
Bau des Primarschulhauses Bäch
Versammlung 14. April 1955 / 8 Uhr in der Faktorei
Präsident O. Hiestand begrüsste die durch Präsenzliste ermittelten 64 Mitglieder und gibt als Traktanden bekannt:
-2. Schulhausbau Bäch
(...) Hr. Gem. Präs. J. Müller orientierte nun über den Stand der Vorarbeiten für das Schulhaus Bäch. Er verlas den Auftrag an die Architekten für ein Schulhaus mit 4 Schulräumen mit Kindergarten und Turnhalle, der bis 15. Juni 1955 von diesen ausgeführt werden sollte.
Die allermeisten Versammlungsteilnehmer waren überrascht, dass nun plötzlich eine Turnhalle ins Bauprogramm einbezogen wurde, da dies nie der Wunsch der Bächer war. Man sah darin mit Recht eine weitere Verzögerung der ganzen Sache. Nach ziemlich heftiger und z.Teil hitziger Diskussion, welche die Mitglieder nicht befriedigen konnte, schloss Präsident Hiestand richtigerweise die Versammlung. (...)
Vorstand-Sitzung Freitag 4. Nov. 1955 in der Brauerei
(...) Orientierung über den Schulhausbau Bäch durch Kommissions-Präs. Jul. Müller. Er machte das Gerücht zu nichte, dass beabsichtigt sei, in Bäch zuerst nur den Kindergarten, und das Schulhaus zu bauen. Mit der Ausarbeitung des Gesamtplanes Schulhaus-Kindergarten-Turnhalle sei nun der bekannte Architekt dr. Pfammatter, Zürich, beauftragt worden. Dies wurde mit grosser Genugtuung zur Kenntnis genommen. (...)
Versammlung 19. November 8 Uhr in der "Alten Post"
Präs. O. Hiestand konnte 45 Mitglieder begrüssen. Nach Genehmigung des Protokolles der letzten Versammlung orientierte Hr. Gem. Präs. J. Müller über den Stand der Planung für unser Bächer Schulhaus. Dabei bewies er, dass das Gerücht in Bäch werde zuerst nur der Kindergarten gebaut, nicht stimme. Die Schulhauskommission Bäch habe nun den bestbekannten Architekten Dr. Pfammatter aus Zürich beauftragt, einen Gesamtplan für Schulhaus-Kindergarten und Turnhalle auszuarbeiten, wobei dann diese 3 Projekte der Reihe nach etappenweise gebaut würden. Hr. Dir. Gassmann bestätigte diese Ausführungen und wünschte, dass mit dem Schulhausbau im Frühjahr 1956 begonnen werden könne. Die Versammlungsteilnehmer waren somit wieder einmal befriedigt. (...)
Versammlung Samstag 21. Jan. 1956 in der Bächau
Die von 47 Mitgliedern besuchte Versammlung konnte mit Freuden die Pläne des neuen Schulhauses in der Gesamtplanung besichtigen. Die Erläuterungen dazu gaben Hr. J. Müller und Hr. Sek. Lehrer Menti. Die Anwesenden waren begeistert. (...)
Versammlung Donnerstag 12. April 1956 in der Faktorei
An dieser Versammlung orientierten die Herren Dr. Pfammatter Archt. und Ingen. Marty über die Pläne und über den Baugrund des neuen Schulhauses. Sie rechtfertigten auch die für das Schulhaus auf rund 420'000 Fr. belaufenden Kosten und man hatte wirklich die Auffassung, dass etwas Rechtes geplant werde. Gem.Präs. J. Müller referierte über die Traktanden der kommenden Gemeindeversammlung v. 15.4.56 und gab der Hoffnung Ausdruck, dass mit dem Bauvorhaben Turnhalle Pfäffikon auch dem Wunsch der Bächer zugestimmt werde.(...)
General-Versammlung Samstag 25. Aug. 1956 8 Uhr in der Alten Post
Ortsverein-Präsident O. Hiestand konnte zur ersten Generalversammlung 30 Mitglieder begrüssen. (...)
Beim letzten Traktandum "Verschiedenes" wurde über den Schulhausbau Bäch (...) diskutiert. Mit dem Schulhausbau in Bäch solle im Winter 56/57 begonnen werden.(...)
Versammlung Montag 28. Oktober 1957 20 Uhr Faktorei
Die von 38 Mitgliedern besuchte Versammlung(...)
Anschliessend orientierten die Mitglieder der Schulhaus-Kommission Bäch über den Stand der Arbeiten am neuen Schulhaus Bäch. Sek. Lehrer Menti beantragte, es soll dem Gemeinderat Freienbach und dem Schulrat Freienbach die Anstellung einer Lehrkraft in Bäch verdankt werden. (...)
Generalversammlung Freitag 28. März 1958 20:15 Alte Post
Zur 3. ordentlichen Generalversammlung konnte Präsident O. Hiestand 36 Mitglieder begrüssen (...)
Im Jahresbericht würdigte der Präsident die Arbeit der Schulhauskommission und gab der Freude Ausdruck über den schönen, gutgelungenen Bau. Auch die Anstellung der ersten Lehrkraft, Frl. Frei aus Wädenswil, wurde hervorgehoben. (...)
Unter Traktandum 7 orientierten Mitglieder der Schulhauskommission über die Eingabe der Kreditbewilligung für die Umgebungsarbeiten beim neuen Schulhaus, z.H. der nächsten Gemeindeversammlung.(...)
Vorstand-Sitzung Mittwoch 9. Juli 58 20:00 Alte Post
An der von allen Vorstandsmitgliedern besuchten Sitzung trug Präs. O. Hiestand den Wunsch vieler Bächer vor, dass nun im kommenden Herbst 1958 das neue Schulhaus Bäch eingeweiht werden solle. Der grösste Teil der Anwesenden war der gleichen Meinung und als Einweihungs-Datum wurde auch bereits schon der Sonntag 14. September 1958 genannt. Hr. Jul. Müller, Präs. der Schulhauskommission, war überrascht, dass bereits ein Datum für die Einweihung genannt wurde. Er beantragte, dass diese nicht im Herbst 1958 stattfinden solle. Der Termin der Einweihung hätte im weitern die Baukommission zu bestimmen. Obwohl die meisten Vorstandsmitgl. damit nicht recht einverstanden waren, wurde von der Festsetzung eines Termins abgesehen. Es wurde dann noch diskutiert über das Programm des Einweihungstages sowie über dessen Gestaltung.(...)
Versammlung Montag 8. Dezember 1958 20:15 Faktorei
Die von 38 Mitgliedern besuchte O.V. Versammlung(...)
Es wurde von Seite der Schulbehörde gewünscht, dass unsere junge, tüchtige Lehrerin, möglichst auch von den Eltern unterstützt werde in Bezug auf die Erziehung der Schüler. Es hatte sich leider gezeigt, dass sich Eltern sehr unvernünftig benommen haben und statt mit der Lehrerin zusammen zu arbeiten, hetzten sie ihre Kinder gegen diese auf! Ein solches Handeln muss sofort unterbleiben, damit diese gute Lehrkraft behalten werden kann. Die Versammlungsteilnehmer setzten sich dafür ein.
Generalversammlung Freitag 25. September 1959 20:15 Rest. Schmiede
Zur 4. ordentlichen Generalversammlung des O.V.B. im Restaurant Schmiede, waren 38 Mitglieder erschienen. (...)
Im folgenden Traktandum orientierten Präsident Hiestand und Schulhausbaukommissions-Präsident Jul. Müller über die bevorstehende Schulhaus-Einweihung am 18. Oktober 59. Es wurde beantragt an alle Schulkinder an diesem Fest Wienerli u. Bürli zu verteilen. Der O.V. bewilligte an diese Kosten einen Beitrag von Fr. 100.-. OK-Präsident Hiestand Othmar gab dann das Festprogramm der Schulhauseinweihung bekannt, soweit es schon zusammengestellt war.
Beim letzten Traktandum wünschte Georg Höfliger-Fuchs ein Gesuch an den Gemeinderat um Montierung einer Beleuchtung auf dem Schulhausplatz bzw. Turnplatz. Jul. Müller nahm diese Sache zur Prüfung entgegen.(...)
In der Absicht, unsere neuen Lehrkräfte zu unterstützen, wurde das ungezogene und teils freche Benehmen einiger Bächer Schulkinder gerügt. Dabei wurden die Eltern ersucht, diesbezüglich die Kinder etwas strenger zu halten. Ein Mitglied gab dann deutlich zu verstehen, dass eine solche Kritik nicht Sache des Ortsvereins sei, womit sich der Schreibende nicht abfinden konnte und fragte, worüber dann im Ortsverein überhaupt noch diskutiert werden dürfe?(...)
Generalversammlung 14. Oktober 1960 20:00 Alte Post, Bäch
Präsident O. Hiestand konnte zur 5. ordentlichen General-Versammlung 26 Mitglieder willkommen heissen (...)
Weiter wünschte Walter Höfliger-Odermatt Auskunft über die immer noch nicht erfolgte Turnplatzbeleuchtung. Jul. Müller weist auf Jos. Kuster hin und dieser stellte eine baldige Anbringung in Aussicht.(...)
Kauf der Liegenschaft Heusser (Villa Heusser inklusive Land auf der Bächmatt)
Vorstand-Sitzung. Montag 10. Juli 1961 20:00 Uhr im "Seeli"
(...) Die ca. 5000 m2 Seeland incl. Villa sollten durch die Gemeinde erworben werden für spätere Schulhaus- und Platz-Erweiterung. Präsident Hiestand will mit Frl. Heusser verhandeln.(...)
Schulstatistik Oktober 1962
In dem hier hinterlegten Dokument finden Sie die Schülerstatistik des Ortsvereines Bäch vom Oktober 1962: => Dokument
Vorstandssitzung 9. November 63 Rest. Schmiede 20:00
Diese Sitzung galt den Besprechungen über den Kauf der Liegenschaft Bächmatt, sowie der kommenden G.V.
Im Prinzip sind alle Anwesenden für den Kauf dieser See-Liegenschaft durch die Gemeinde Freienbach. Es herrschen Bedenken wegen der Unterbringung des Kindergartens in der Villa Heusser.
Die Liegenschaft Heusser kostet Fr. 725'000.-, worin 55'000.- Grundstückgewinnsteuer enthalten sind. Das Land beträgt 4831 qm2 incl. Villa und Badehaus östlich.(...)
Generalversammlung Donnerstag 31. Januar 1963 20:00 Alte Post
Die von 28 Mitgliedern besuchte G.V. des O.V.B. (...)
Der neue Präsident Jos. Müller orientierte dann sehr ausführlich über die Vorbereitungen zum Kauf der Liegenschaft Bächmatt im Ausmasse von 4831 qm2 zum Preis von 725'000 Fr. incl. Grundstückgewinnsteuer von 55'000 Fr.
Nachdem sich verschiedene Redner für diesen Kauf und nur 1 Anwesender dagegen aussprach, stimmte die Versammlung mit grossem Mehr folgendem Antrag zu: Der Ortsverein Bäch stellt zu Handen der kommenden Gemeindeversammlung den Antrag, es sei die Liegenschaft Bächmatt durch die Gemeinde lt. Verkaufsvertrag zu erwerben.(...)
Öffentliche Versammlung organisiert vom Orts-Verein Freitag 22. März 63 Bächau
Die von weit über 60 Bürgern aus Bäch besuchte Versammlung behandelte folgende Sachgeschäfte: 1. Bächmatt, 2. (...)
Nachdem der Gemeinderat beabsichtigt, nach einem eventuell durch die Stimmbürger bewilligten Kauf der "Bächmatt" einen Teil des Seelandes wieder zu verkaufen, äusserten sich verschiedene Bächer gegen dieses Vorhaben. Der Wille fast aller Bächer war es, dass die ganze Liegenschaft Bächmatt für immer der Öffentlichkeit dienen soll. Es wurde die Herausgabe eines Flugblattes in alle Haushaltungen der Gemeinde Freienbach beschlossen.(...)
Öffentliche O.V. Versammlung Freitag 21. Juni 1963 20:00 Rest. Schmiede
Die von über 50 Bächer u. Bächerinnen besuchte Versammlung unter der Leitung von Vice-Präsident H. Zurbuchen nahm zum Italiener-Kinderhort in der Villa Bächmatt Stellung. Etliche Bächer gaben ihrer Enttäuschung Ausdruck, dass nun ausgerechnet die als zu teuer bezeichnete Bächmatt für die Gastarbeiter-Kinder dienen soll, wobei man sich einig war, dass für diese Kinder etwas getan werden muss, aber nicht in der Bächmatt. Nach sehr reger und zum Teil hitziger Diskussion, einigte man sich auf folgenden Vorschlag und Wunsch an den Gemeinderat. Es soll gleichzeitig mit dem Kinderhort für Italiener dier Kindergarten für unsere Kinder eingerichtet werden in der Villa Bächmatt. Damit könnte die schlechte Stimmung in Bäch etwas gemildert werden, und es wäre beiden Teilen geholfen. Der Italiener Kinderhort soll nach dem Bau des neuen Schulhauses in Pfäffikon in das dortige alte Schulhaus verlegt werden.
Vorstandssitzung, Mittwoch 11. Dezember 1963 in der Brauerei
(...)Jos. Müller legte letzte Planvorschläge für den Innenausbau der Villa Bächmatt und deren Umgebung vor im Gesamtkostenvoranschlag von rund Fr. 60'000.-
Der Kindergarten wird auf der Nordostseite in 3 Räumen untergebracht, allen übrigen Räume sollen dem Italiener Hort dienen.
Jul. Müller verlangte eine Gesamtkonzeption für den Schulkreis Bäch für die nächsten 10 Jahre. Der Handarbeitsunterricht der Bächer Schulmädchen soll in Zukunft im frei werdenden Kindergarten Schulzimmer erteilt werden, damit die Mädchen nicht mehr nach Wilen müssen.
Nachtrag: Der Gem.Rat kürzte den erforderlichen Kredit auf Fr. 36'000.- womit leider die Anlage nicht wie vorgesehen gestaltet werden kann.
Generalversammlung Freitag 12. Juni 1964 20:00 Rest. Schmiede.
Präsident Jos. Müller konnte zur ordentlichen G.V. des O.V. Bäch leider nur 18 Mitglieder begrüssen (...)
Bei der Orientierung über den Ausbau des Areals "Bächmatt" gab Präs. Jos. Müller bekannt, dass der benötigte und verlangte Kredit von Fr. 60'000.- auf Fr. 36'000.- reduziert wurde vom Gemeinderat. Herr Jul. Müller schenkte die Wegplattenund Herr Jos. Kuster-Koller stellte einen Trax für einige Stunden zur Verfügung. Beide Spendern herzlichen Dank. Herzlichen Dank auch jenen wenigen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die hin und wieder bei Reinigungsarbeiten in der Bächmatt behilflich sind!(...)
Vorstandssitzung Dienstag 3. Febr. 65 20:00 Rest. Schmiede
(...) Im Zusammenhang mit dem Asilo in der Villa Bächmatt, wo auch der Kindergarten Bäch neu eingerichtet wurde, verlangt der Schulrat Freienbach die Stellungnahme des Ortsvereins, wie das Schulraumproblem in Zukunft gelöst werden soll.
Der Vorstand einigt sich, dem Gemeinderat und Schulrat Freienbach eine Studienkommission vorzuschlagen bestehend aus den Vorstandsmitgliedern des O.V., den Bächer Schulräten, dem Bächer Gemeinderat W. Höfliger und Hr. Lehrer Jos. Menti.
Der Schlussbetrag für die Gestaltung der Bächmatt beträgt Fr. 38'500.-. Kreditüberschreitung = Fr. 2'500.- . Die Spende von Fr. 3000.- von Frl. Nelly Heusser an diesen Ausbau soll schriftlich verdankt werden. (...)
Foliensatz zum Referat von Karl Menti vom 25.8.2017 über den Kauf der Liegenschaft Villa Heusser
Karl Menti-Marty zeigte anlässlich seines Vortrages vom 25.8.2017 auch auf, wie es zum Kauf der Liegenschaft Villa Heusser kam.
Hier finden Sie den Foliensatz, den Karl Menti damals verwendete: => Dokument Vortrag Villa Heusser
Erweiterung Schulhaus Bäch
Generalversammlung Dienstag 29. Juni 65 20:00 Gast. Faktorei
Präsident Jos. Müller konnte zu dieser GV 19 Mitglieder willkommen heissen(...)
Beim Traktandum Schulhauserweiterung orientierten Jos. Müller und Helm. Zurbuchen, wobei letzterer über die letzte Schulrats-Sitzung (berichtete?). Es wurde ausdrücklich verlangt, dass in die zu gründende Planungskommission Mitglieder aus dem Ortsvereins-Vorstand und dem Ortsverein einbezogen werden.. H. Zurbuchen wünschte, dass Jos. Müller, Architekt als Planer für die Schulhauserweiterung berufen werde, was die Versammlung guthiess.(...)
Vorstandssitzung Montag 22. November 65 20:00 Rest. Anker
Betr. Schulhauserweiterung Bäch ist das Schreiben vom Ortsverein im Gemeinderat noch nicht behandelt worden. Der Vorstand ist der Auffassung, dass in Bäch Schulhauserweiterung und Turnhalle zusammen geplant und gebaut werden müssen.(...)
Vorstandsitzung vom Mittwoch 2. Februar 1966 20:00 im Schulhaus Bäch
Traktandum: Schulhauserweiterung in Bäch.
Der Präsident begrüsste den eingeladenen Schulpräsidenten HH. Pfarrer Hch. Frei und orientierte kurz über das bereits Geschehene betreffend der sich aufdrängenden Schulhauserweiterung.
H.Herr Schulpräsident bestätigt die Schreiben des Ortsverein Bäch an den Schulrat Freienbach betreffend Raumbeschaffung an der Schule Bäch. Diese seien wegen Arbeitüberhäufung noch nicht weitergeleitet worden an den Gemeinderat.
Am 21.1.1966 wurden vom OV auf der Gemeindekanzlei Erhebungen gemacht über die Kinderzahlen im Schulkreis Bäch. Daraus ergibt sich, dass bis 1970 zusätzliche Schulräume geschaffen werden müssen. Bereits auf das Frühjahr 1967 muss eine zusätzliche 4. Lehrkraft angestellt werden, welches Gesuch an den Schulrat gestellt wird.
Um an der Schule Bäch nicht in Situationen zu kommen, wie in anderen Ortschaften unserer Gemeinde, wurde die bereits am 31. Juli 1965 den zuständigen Behörden vorgeschlagene Planungskommission für Schulhauserweiterung in Bäch nochmals nominiert und bestätigt zur Weiterleitung an Schul- und Gemeinderat:
Georg Höfliger-Fuchs
Willi Müller-Steiner
Othmar Hiestand-Rodelli
Julius Müller-Kaufmann
die beiden Bächer Schulräte Zurbuchen und Tanner, Lehrer Jos. Menti und als Aktuar Karl Menti-Marty, ferner 1 Mitglied vom Gemeinderat und ein 3. Mitgliedaus dem Schulrat.
Vorschlag Schulrat Zurbuchen: Endausbau Schule Bäch: 8 Schulzimmer, 2 Kindergartenzimmer und 1 Turnhalle.
Lehrer Jos. Menti bestätigt, dass auf Frühjahr 1967 die 1. und 2. Klasse getrennt geführt werden muss.
Präs. Jos. Müller schlägt vor, bei Bezug des 4. Schulzimmers im Frühjahr 1967, den Handarbeitsunterricht in die oberen Räume der "Bächmatt" zu verlegen.
Pfarrer Frei ist dafür, dass dann die Italiener nach Freienbach oder Pfäffikon verlegt werden sollen, da die Bächmatt für Schulzwecke gekauft wurde.
Nach dem Eindausbau der Schulanlage Bäch, soll in den oberen Räumen der Bächmatt der 2. Kindergarten eingerichtet werden.
Jul. Müller wünscht, dass die zu bildende Planungskommission auch spätere Baukommission sein soll. In Bäch werde man es wieder einfach machen. Auf die Frühjahrsgemeinde soll ein Kredit für die Planung angefordert werden.
Vorstands-Sitzung Dienstag 8. März 66 19:30 Rest. Seeli
Der Präsident verliest ein Schreiben des Gemeinderates an den Schulrat betr. Schulhauserweiterung in Bäch. Gem. Rat schlägt vor, dass die Bächer Kinder ob dem Bahnhof in die neuen Schulräume von Wilen und jene von Ausserbäch nach Freienbach kommen sollen.
Schulrat Zurbuchen teilt mit, dass der Schulrat am 2.2.66 diesbezüglich Stellung genommen hätte und einstimmig dem Ortsverein Bäch zugestimmt habe. Das Protokoll bezw. ein Auszug vom 2. Febr. 1966 soll in der Höfner-Zeitung veröffentlicht werden.(...)
Vorstands-Sitzung Donnerstag 30. Juni 66 20:00 Rest. Anker
(...) Bezüglich der Schulhauserweiterung in Bäch haben Schul- und Gemeinderat bis jetzt viel unternommen. Der neue Bächer Gemeinderat OV Präsident Jos. Müller wird beauftragt beim Gemeinderat diesbezüglich vorstellig zu werden. (...)
Generalversammlung Donnerstag 7. Juli 1966 20:00 Rest. Schmiede
26 Mitglieder konnten zu der von Präs. Jos. Müller geleiteten G.V. des O.V. Bäch begrüsst werden. (...)
Beim Traktandum Schulhauserweiterung wurde bekannt gegeben, dass der Schulrat sich für die Bildung einer Planungskommission ausgesprochen habe, da er die Dorfgemeinschaft nicht auseinander reissen wolle, indem alle Kinder die Schule in Bäch besuchen können.(...)
Vorstands-Sitzung Mittwoch 12. April 1967 20:00 Rest. Alte Post
Zu dieser Vorstandsitzung wurden zusätzlich die beiden Bächer Schulräte Vogelbacher und Höfliger Emil eingeladen, ferner Al. Suter Freienbach.
Traktanden: Schulhauserweiterung
......
Nachdem beim Schulbeginn Im Schulhaus Bäch auch das 4. und letzte Schulzimmer für den Schulunterricht belegt werden musste, ist für den Handarbeitsunterricht kein Platz mehr vorhanden in einem ordentlichen Schulzimmer. Die Eltern der Primarschulmädchen mussten auf einem Schreiben kurzfristig äussern, ob die Mädchen den Handarbeitsunterricht in Freienbach oder Pfäffikon besuchen sollten. Dabei hatten sich 17 Eltern für Pfäffikon entschieden und 20 Formulare trugen den Vermerk "Bächmatt". Darauf hin wurde von den Bächer—Eltern verlangt, dass der Ortsverein dazu Stellung nehme.
Präs. Jos. Müller verlas ein Schreiben von Alb. Tanner Bächau an den Schulratspräsdienten, worin er zu dieser Angelegenheit (Stellung) nahm. In Bäch sei man enttäuscht, dass der Handarbeitsunterricht nicht in die Bächmatt verlegt werden könne, da der Gemeinderat bis jetzt dem Italienerverein die Räume nicht gekündigt hat. AI. Suter Freienbach als Präs. vom Asilo, bestätigt, dass keine Kündigung erfolgt sei bis jetzt. Heinz Vogelbacher rügte, dass die im Oktober 1966 vom Gemeinderat ernannte Planungskommission für die Schulhauserweiterung in Bäch bis jetzt noch nicht zusammengekommen sei. Jul. Müller ist der Ansicht, dass es nicht Sache dieser Kommission sei, für die Handarbeit einen Raum zu beschaffen. Dafür müsse der Schulrat sorgen.
Es wird eine O.V. Versammlung für Aufklärung dieser leiden Angelegenheit verlangt und vorgeschlagen. Diese soll am kommenden Mittwoch, den 19. April 1967 im Rest. Schmiede in Bäch stattfinden und als öffentliche Versammlung gelten. Man ist jetzt schon der Ansicht, dass die Handarbeit in Bäch bleiben soll . Als Notlösung wurde das Lehrerzimmer vorgeschlagen. (…)
Öffentliche Versammlung Mittwoch 19.4.67 Rest. Schmiede 20:00 Uhr
An dieser von 40 Bächer und Bächerinnen besuchten öffentlichen Versammlung wurden nur die Schulprobleme in Bäch diskutiert.
Nachdem seit Schulbeginn im April 1967 das 4. Schulzimmer für den Primarschulunterricht benötigt wird, ist für den Handarbeitsunterricht leider kein Platz mehr vorhanden. Im Schulrat ist beabsichtigt, die Mädchen nach Pfäffikon zu schicken für den Handarbeitsunterricht, was von allen Eltern der betroffenen Mädchen missbilligt wird. Man ist der Anssicht, dass im Lehrer—Zimmer im Schulhaus Bäch provisorisch ein Handarbeits—Zimmer eingerichtet werden können und das Lehrerzimmer sollte dann in den Aborten der früheren Kleinkinder—Schule mit wenig Kosten ebenfalls provisorisch eingerichtet werden. Es wurde bekannt gegeben, dass Schul— und Gemeinderat nicht für diese Lösung sei und darauf beharren würden, dass die Mädchen vorübergehend nach Pfäffikon fahren sollen für den Handarbeitsunterricht. Es wurde besonders gerügt, dass nicht schon längst in dieser Sache etwas unternommen worden sei, nachdem die zuständigen Behörden ja gewusst haben, dass ab Frühjahr 1967 der Handarbeitsunterricht verlegt werden müsse. Die Versammlung verlangte ein sofortiges Schreiben an den Gemeinderat, worin kundgetan werden müsse, dass die Bächer Eltern nicht einverstanden seien, die Mädchen auswärts in den Handarbeitsunterricht zu schicken. Es wurde auch darauf aufmerksam gemacht, dass in der Villa Bächmatt Raum geschaffen werden könne.
Vorstand-Sitzung Sonntag 30. April 1967 vorm. 10:00 Uhr beim Schulhaus
Die von Vorstandsmitglied Jul. Müller geleitete Sitzung galt der Besprechnung der Situation betreffend Schulhauserweiterung. Er orientierte an Hand der Pläne von Archt. Pfammatter, der damals eine Gesamtplanung erstellt hatte.
Es wurde beschlossen, zur endgültigen Abklärung der Angelegenheit Handarbeitsunterricht, sofort nochmals eine Zusammenkunft mit Gemeinderats— und Schulrats-Präsident und Vicepräsident — und Ortsverein einzuberufen. Der Standpunkt der Bächer Eltern war immer noch eindeutig.
An einer in der vergangenen Woche vom Schulrat einberufenen Elternversammlung im Schulhaus Bäch, gaben die Eltern eindeutig mit Abstimmung zu verstehen, dass sie nicht gewillt sind, die Schulmädchen nach Pfäffikon oder auswärts zu schicken. HH. Schulratspräsident Pfarrer Frei, vertrat mit aller Deutlichkeit den gegenteiligen Standpunkt. Der Raum im Lehrerzimmer sei zu klein und über die Verlegung in die Bächmatt hätte die Versammlung nicht zu befinden. Die Versammlung schloss mit der Forderung um Weiterleitung an den Gemeinderat, damit dieser endgültig bestimmen solle und müsse.
Generalversammlung Freitag 7. Juli 1967 Gasthaus Faktorei 20:00 Uhr
(...) Ein Antrag H. Vogelbacher lautet auf sofortige Beauftragung von Walter Höfliger, Gemeinderat zur Angriffnahme der Planung Schulhauserweiterung mit Turnhalle. Es wurde auch verlangt, dass Walter Höfliger als Kommissionspräsident die erste Sitzung mit dem Vorstand des OV halte.(...)
Generalversammlung Mittwoch 23. Oktober 1968 20:00 Uhr Rest. Schmiede, Bäch
O.V. Präsident Jos. Müller hiess die 43 anwesenden Mitglieder willkommen, darunter Gemeinde-Präsident A. Steiner, Schulratspräsident V. Halter und Gemeindekassier Pfyl.
Um die anwesenden Herren von Gemeinde— und Schulbehörde möglichst bald wieder entlassen zu können, wurde das Traktandunm der Schulhauserweiterung Bäch zu erst behandelt.
Architekt Jos. Müller erläuterte an einem Projekt die geplante Schulhauserweiterung mit Turnhalle in Bäch. Gemeindekassier A. Pfy1 gab dann den Bächern zu verstehen, dass eine sofortige Inangriffnahme der Schulhauserweiterung in Bäch aus finanziellen Gründen noch nicht möglich sei. ( Zitat des damaligen Aktuars: "wers glaubt").
Schulratspräsident V. Halter gab eine Statistik der Schülerzahlen in unserer Gemeinde bekannt und betonte, dass die Schülerzahl in Bäch vorläufig noch zu klein sei und eine Erweiterung nicht rechtfertige. ( wers glaubt )
In das gleiche Horn stiess natürlich auch Gemeinde-Präs. A. Steiner sowie O. Hiestand Bäch.
H. Zurbuchen betonte, dass in andern Ortschaften, vor allem in Freienbach, mit der "grossen Kelle" angerichtet worden sei und dass es nun ausgerechnet in Bäch wieder nicht rentiere, vorwärts zu machen.
H. Vogelbacher orientierte, dass Gem. Kassier PfyI schon immer gegen die Schulhauserweiterung in Bäch gewesen sei.
H. Vogelbacher stellte den Antrag:
Der Ortsverein Bäch fordert, dass an der nächsten Frühjahr-Gemeindeversammlung der Beschluss für den Erweiterungs—Bau des Schulhauses Bäch gefasst wird. Der Zeitpunkt für die Realisation soll durch die bestehendeP1anunskommis. bestimmt werden.
H. Zurbuchen ersuchte H. Vogelbacher um Rückzug dieses Antrages, was aber nicht geschah.
Jul. Müller und K. Menti beantragten Verschiebung da die heutige Versammlung plötzlich vor einer veränderten Situation stand. In Bäch war man nun allgemein der Auffassung, dass durch die Planungskommission alles mit Schul— und Gemeindebehörde geregelt sei, und nun musste man vernehmen, dass man nicht gewillt sei, den berechtigten Forderungen der Bächer nachzukommen. Wie immer, in solchen Situationen wurde durch Kassier Pfyl auch sehr intensiv mit der Steuererhöhung argumentiert. Dem Antrag Vogelbacher wurde nicht zugestimmt, hingegen wurden die Verschiebungsanträge angenommen.
Ab Seiten der Behörde wird dann vorsichtigerweise betont, dass man damit rechnen könne, dass die Schulhauserweiterung bis 1971 erfolgen solle.
Verschiedene Versammlungsteilnehmer gaben dann noch ihren Unwillen bekannt über das abermalige Vorgehen der Behörde den Bächern gegenüber.
Es wurde verlangt, dass ein Schulbus die Bächer—Mädchen nach Freienbach in den Handarbeitsunterricht führen müsse, da der Schulweg einfach zu gefährlich sei. Dies wurde dann von Schulratspräsident Halter versprochen. K. Menti betonte, dass es paradox sei von genügend Schulraum und zuwenig Kindern zu sprechen, gleichzeitig aber an 5 Tagen in der Woche alle Schulmädchen nach Freienbach in den Handarbeitsunterricht fahren zu müssen. Auch habe die Ortschaft Bäch das volle Anrecht auf eine Turnhalle, wie alle übrigen Ortschaften.
Da die Zeit sehr stark vorgerückt und die Stimmung der meisten Versammelten alles andere als fröhlich war, beantragte Jos. Müller, die restlichen Traktanden an einer nächsten Versammlung im Dezember zu behandeln. (…)
Vorstand-Sitzung Donnerstag den 7. November 1968 20:00 Uhr Rest. Seeli
(...) Entgegen der Auffassung des Gemeinderates soll mit dem Kreditantrag für die Erweiterung plus Turnhalle an die Herbstgemeinde 1969 gelangt werden.(...)
Zur Besprechung der beiden Traktanden Schulhauserweiterung/Turnhalle und Badanstalt Bäch soll im Dezember 68 eine öffentliche Versammlung stattfinden.(...)
Oeffentliche Versammlung Mittwoch den 19. November 1969 im Rest. Forellenhof, Bäch. 20:00 Uhr
Die von 40 Personen aus Bäch besuchte Versammlung(...)
An der ordentlichen Gemeindeversammlung vom Frühjahr 1970 soll der Kredit für den Bau einer Turnhalle mit Nebenräumen verlangt werden. Es soll auch noch ein Handarbeitszimmer eingeplant werden, damit die Mädchen der Primarklassen von Bäch nicht weiterhin nach Freienbach oder Wilen in den Handarbeitsunterricht müssen. Im derzeitigen Turnraum sollen 2 Schulzimmer geschaffen werden. Es wurde auch betont, dass in Bäch überhaupt keine Freizeiträume vorhanden seien.
Jul. Müller beantragte, unter der Turnhalle ebenfalls ein Lernschwimmbecken einzubauen, was jedoch ein grosser Teil der Versammelten nicht für nötig fanden. A. Buntschu, A. Rohr und G. Spörri votieren für einen Endausbau der Schulanlage Bäch.(...)
Oeffentliche Versammlung Donnerstag, den 16. April 1970 20:00 Uhr Rest. Anker Bäch.
An der von 35 Bächer und Bächerinnen besuchten Versammlung(...)
Anschliessend erläuterte Gem. Rat und Ortsvereins-Präsident Jos. Müller die Pläne für den Bau der Turnhalle mit Nebenräumen in Bäch, deren Kosten sich auf 980'000 Fr. belaufen würden. Er ersucht die Stimmbürger von Bäch, an der Gemeindeversammlung vom kommenden Mittwoch in Freienbach teilzunehmen und vorallem an der Urne am 2./3. Mai 1970 der Krediterteilung mit einem JA zuzustimmen. (...)
NB. Am 2./3. Mai 1970 wurde der Kredit zum Bau der Turnhalle mit Handarbeitszimmer und Feuerwehrräume mit einem JA-Mehr von 43 Stimmen angenommen.